Barcelona hat mehr Cannabis-Vereine als jede andere Stadt Spaniens – und weniger cannabisspezifische Regeln als noch vor zehn Jahren. Beide Hälften dieses Satzes stimmen, und die zweite überrascht fast jeden. Was einen Barceloner Club 2026 tatsächlich bindet, steht hier. Rechtsstand: 21. August 2026.
Katalonien hatte ein Cannabis-Club-Gesetz – und hat es verloren
Llei 13/2017 vom 6. Juli über Vereine von Cannabis-Konsumenten begann als Volksgesetzesinitiative und wurde geltendes katalanisches Recht. Es regelte, wie Vereine sich zu konstituieren hatten, wer beitreten durfte und wie die Abgabe an Mitglieder ablaufen sollte. Im Oktober 2017 wurde es ausgesetzt und vom Verfassungsgericht in STC 100/2018 vollständig für nichtig erklärt.
Begründet wurde das mit Kompetenzen, nicht mit Cannabis: Wer Abgabe und Konsum eines kontrollierten Stoffes regelt, greift ins Strafrecht ein, und das liegt ausschließlich beim Staat. Navarra hatte sein eigenes Gesetz kurz zuvor auf demselben Weg in STC 144/2017 verloren. Vom katalanischen Text ist nichts übrig.
Auch das Regelwerk der Stadt ist tot
Nach einem Lizenzmoratorium von rund sechzehn Monaten beschloss Barcelona im Mai 2016 einen pla especial urbanístic, der Cannabis-Vereinen vorschrieb, wo sie öffnen durften, welchen Abstand sie zu Schulen halten mussten und wie zu lüften war. Der Oberste Gerichtshof Kataloniens erklärte ihn im Juni 2020 für nichtig, der Tribunal Supremo bestätigte das im November 2020, und eine letzte Revision wurde im April 2021 zurückgewiesen.
Seit Juli 2021 sind die Vereine der Stadt damit ihre planbasierten Lizenzen los und auf einen allgemeinen Betriebstitel für private Clubs zurückgefallen. Cannabisspezifische Vorgaben zu Standort, Lüftung oder Hygiene gibt es in Barcelona schlicht nicht mehr. Ein Club in Gràcia und einer in Sant Martí werden an denselben Regeln gemessen wie jedes andere private Vereinslokal – nicht mehr und nicht weniger.
Was an seine Stelle getreten ist: Kontrollen
Wo die Stadt nicht regulieren kann, kontrolliert sie. Im Juli 2024 überprüfte Barcelona 57 Vereine im gesamten Stadtgebiet und ordnete für 30 von ihnen die Schließung an, verteilt über zehn Bezirke, mit Fristen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Angeführt wurden Konsum in den Räumen, Bewerbung und fehlende Lizenzen.
Die Position der Stadt ist unmissverständlich und lohnt das zweite Lesen: Vereine dürfen weder werben noch vor Ort konsumieren oder anbauen. Ob diese Position vor Gericht in jedem Einzelfall hält, ist eine andere Frage – aber mit ihr steht der Kontrolleur in Ciutat Vella oder im Eixample vor der Tür.
Die nationale Rechtsprechung darunter
Erwachsene dürfen Cannabis im privaten Raum konsumieren und besitzen. Das ist entkriminalisiert, nicht legalisiert – kein Straftatbestand, aber auch kein Recht darauf und kein legaler Weg, welches zu kaufen. In STS 484/2015 entschied der Tribunal Supremo im Plenum, dass organisierter Anbau und organisierte Verteilung mit Dauercharakter und offen für neue Mitglieder Handeltreiben nach Artikel 368 des Código Penal sind. Er hat das seither durchgehend bekräftigt, zuletzt in STS 328/2025, das zusätzlich den Straftatbestand der unerlaubten Vereinigung annahm.
Ein Mitgliedsbeitrag ändert daran nichts. Wenn die Zahlung mit der mitgenommenen Menge steigt und danach niemand mehr kontrolliert, lesen die Gerichte einen Verkauf.
Einladungen und Wartefristen
Die Bürgschaft eines bestehenden Mitglieds und die Wartefrist vor der ersten Abgabe sind Vereinsbrauch, kein spanisches Recht. Sie standen in den katalanischen Regelwerken, die es nicht mehr gibt, und stehen im Verhaltenskodex, den die Verbände sich selbst gegeben haben. Lies sie als Hinweis darauf, wie sorgfältig ein Laden geführt wird. Lies sie nicht als Rechtstreue.
Vor der Tür
Cannabis auf der Straße, in der Metro, am Strand oder auf einer Bar-Terrasse zu konsumieren oder mitzuführen, ist ein schwerer Verstoß nach Artikel 36.16 der Ley Orgánica 4/2015, und der Rahmen für schwere Verstöße reicht von 601 bis 30.000 Euro. Er gilt unabhängig davon, ob das Cannabis für jemand anderen bestimmt war. La Barceloneta, die Rambla und Poble-sec werden genau darauf kontrolliert, und ein Mitgliedsausweis ist einen Schritt hinter der Vereinstür nichts mehr wert. Die Einzelheiten stehen in unseren Sicherheitshinweisen.
Was dieses Verzeichnis ist – und was nicht
Das hier ist ein Informationsverzeichnis. Es listet Vereine in Barcelona und der Provinz – Badalona, L'Hospitalet, Sabadell, Terrassa, Sitges – und verkauft FastTrack: Adresse und Kontaktdaten eines Clubs, direkt zu dir. Es verkauft kein Cannabis, es verkauft keine Mitgliedschaft, und es kann dir nirgends Einlass verschaffen. Fang mit der Clubsuche an, mit der Karte oder mit den häufigen Fragen.
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